Am 07.06.2017 haben die Klassen 7a und 7sp eine Exkursion in den LVR-Archäologischen Park Xanten unternommen. Xanten ist eine mittlere
kreisangehörige Stadt des Kreises Wesel, zählt 21.510 Einwohner und liegt am unteren Niederrhein im Nordwesten Nordrhein-Westfalens. Die Römer-, Dom- und Siegfriedstadt blickt auf eine
über 2000-jährige Geschichte zurück. Ihre Anfänge liegen in der Errichtung des Legionslagers Vetera und der Colonia Ulpia Traiana im Römischen Reich und setzten sich fort mit der Gründung
des Stifts St. Viktor im 8. Jahrhundert. Nach Eröffnung des Archäologischen Parks und des Freizeitzentrums wurde Xanten 1988 zum ersten staatlich anerkannten Erholungsort im
Regierungsbezirk Düsseldorf sowie ab 2014 zum Luftkurort. Begonnen hat die Exkursion morgens um 07:45 Uhr am Struthof in Betzdorf, wo sich der Bus um 08:00 Uhr in Bewegung gesetzt hat.
Als Lehrkräfte haben uns Frau Schneider, Herr Wasner und Herr Wöllner begleitet. Nach einer lustigen und auch lauten Busfahrt haben wir nach fast drei Stunden Xanten erreicht, wo uns
regnerisches Wetter empfing. Vom Busparkplatz aus sind wir noch ca. fünf Minuten zu Fuß gegangen, bis wir den Eingang, das große Tor, erreicht haben. Dort sammelten wir uns in einzelnen
Kleingruppen von bis zu 15 Schülerinnen und Schülern, in denen wir alle einen genauen Ablaufplan für den Besuch der Workshops erhielten, wann wir wo zu sein hatten. Auf dem Gelände der
römischen Stadt Colonia Ulpia Traiana haben wir einen anregenden Einblick in die Geschichte der Römer bekommen. Das Gelände umfasst 60 der ursprünglich 73 ha großen römischen Stadt
Colonia Ulpia Traiana, die von Kaiser Marcus Ulpius Traianus gegründet und nach ihm benannt wurde. Sie umfasste etwa 10.000 Einwohner und war eine der zentralen Städte der Provinz
Niedergermanien. Die Bauten, die wir dort zu sehen bekommen haben, wurden entweder teilrekonstruiert oder als Modell in einstiger Größe an Ort und Stelle nachgebaut. Sogar Originalreste
aus der früheren Zeit werden dort zur Schau gestellt. Bei der Führung über das Gelände, die von Herrn Wöllner geleitet wurde, haben wir Wissenswertes über z.B. das Amphitheater, die
Wasserversorgung, die Stadtmauer, die Latrinen, den Hafentempel und die Thermen erhalten. Nach der Führung ging es je nach Gruppe entweder mit den Römischen Spielen, dem Gemmen schneiden
oder der weiteren Entdeckung des Geländes weiter. So konnte u. a. das Archäologische Museum erkundet werden, wo eindrucksvoll in Wort und Bild das bisher Erlernte und Gesehene dargestellt
wird. Bei den Römischen Spielen wurde uns nähergebracht, was es früher für Beschäftigungsmöglichkeiten gab. Zeugen dafür sind Wandmalereien und Schriften. Einige Spiele ähneln den
heutigen, so z.B. Mühle oder Würfelspiele wie Delta. Gemmen schneiden war eine weitere Herausforderung, bei der wir mit einem Bohrer ein Muster nach unserer Vorstellung erst in Ton, dann
in Nuggets gefräst haben. Foto 2 Diese so gravierten Steine wurden von römischen Männern als Fingerringe getragen. Damit versiegelten sie Briefe und Urkunden. Nachdem wir uns fast fünf
Stunden auf dem Gelände des Archäologischen Parks Xanten aufgehalten haben, statteten wir der Altstadt von Xanten noch einen Besuch ab. Ein leckeres Eis aus der Eisdiele rundete diesen
schönen und interessanten Tag ab. Um 17:00 Uhr wurde dann die Abreise angetreten. Trotz des anstrengenden Tages war die Stimmung im Bus sehr ausgelassen (was der einen oder anderen
Schlafmütze nichts ausmachte). Um 20:15 Uhr erreichten wir schließlich Betzdorf und konnten auf eine sehr schöne Exkursion zurückblicken. Den Lehrkräften sei an dieser Stelle ein großer
Dank ausgesprochen.
Nina Grahl, 7sp (jetzt 8sp)